[Rezension] **An jedem einzelnen Tag** von Marianne Kavanagh

Titel: An jedem einzelnen Tag
Autor: Marianne Kavanagh
Verlag: Blanvalet
Originaltitel: For Once in my Life
Erscheinungsdatum: 16 Februar 2015
Seiten: 384


Manchmal kommt das Glück erst morgen.
Tess und George sind füreinander bestimmt – finden zumindest ihre gemeinsamen Freunde. Sie haben den gleichen Geschmack, ähnliche Vorlieben und wohnen beide in London. Doch Tess und George sind sich noch nie begegnet. Denn jahrelang verpassen sie sich immer wieder knapp … Sie verlieben sich in andere, finden Jobs, leben Träume und haben doch immer das Gefühl, dass etwas fehlt. Doch was, wenn sie sich plötzlich treffen? Erkennt man seinen Seelenverwandten, wenn er vor einem steht?

Die Idee des Covers finde ich ja schon sehr süß, mit dem geknickten Zettel und den sehr auffälligen roten Herzen. Hier passt Cover und Klappentext super zueinander.

Tess hat einen Hang zum Vintage und liebt es in Second Hand Läden zu stöbern, für mich persönlich ist das nicht, aber es wird sehr passend beschrieben das ich mir Tess gar nicht anders vorstellen kann. Sie ist mit Dominic zusammen, einem smarten jungen Mann der im Leben weiß wo er hin will aber so ganz anders ist als Tess. Er teilt ihre Liebe zu Vintage, Musik etc. nicht. Ist auch eher von der schweigsamen Sorte. Ihre Freundin versucht sie seit jeher mit George zu verkuppeln. Dieser scheint das perfekte Gegenstück für sie zu sein, obwohl sich beide noch nie gesehen haben. Dennoch rauschen sie immer wieder unbekannter Weise aneinander vorbei. Von ihm erfährt jetzt nicht soo viel ausser das er Musiker ist und versucht sich so durchzuschlagen.
Der Anfang hat sich etwas hingezogen, nach hinten raus hat es dann wieder Spaß gemacht sie Entwicklung der beiden zu verfolgen.
Allerdings habe ich mich manchmal schon gefragt ob es echt so häufig passieren kann... Die beiden begegnen sich quasi am laufenden Band. Selbst auf der Firmenreise von Tess sitzen beide im selben Flugzeug. 

Was mich stört das es keine wirklichen Kapitel gibt, es ist zwar in Abschnitte nach Jahren aufgeteilt aber ich mag es lieber in ersichtlichen Kapiteln.
Dadurch dass die „Kapitel“ nur in Jahreszahlen sind lässt sich auch schwer zu unterscheiden um wessen Geschichte es sich in dem Moment handelt. Die beiden Storys sind nur durch einen kleinen Absatz getrennt und mir fiel es schwer so schnell umzuschalten. Ebenso las es sich die ganze Zeit so als ob wir zwei völlig verschiedenen Geschichten folgen die nichts miteinander zu tun haben. Ich hätte mir gewünscht dass es noch mehr verflochten gewesen wäre.

Die Story an sich war wirklich nett zu lesen, ein süßes Buch für zwischendurch mit einem wunderbaten Ende, aber dadurch das der Aufbau für mich wirklich komisch und undurchsichtig war vor der Kennlernphase von Tess und George gebe ich nur 3 von 5 Herzchen für „An jedem einzelnen Tag“